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KS: Familie am Kaiserschild in Bergnot. Dre alpine Notlagen in einer Nacht

Familie am Kaiserschild in Bergnot. Dre alpine Notlagen in einer Nacht

Eisenerz/Schladming/Admont. – Eine aus sechs Personen bestehende Urlauberfamilie aus Deutschland geriet Dienstagabend bei einer Wanderung am Kaiserschild in Bergnot. Aufgrund der Dunkelheit, schwieriger Wetterverhältnisse und zunehmender Erschöpfung gestaltete sich die Rettung äußerst schwierig. Der Einsatz dauert Mittwochfrüh noch an. Auch in Schladming und Admont mussten Bergrettung und Polizei zu alpinen Notlagen ausrücken.

Die beiden Eltern und ihre vier Kinder im Alter zwischen sechs und 14 Jahren waren Dienstagvormittag von einem Alpinresort in Eisenerz (Bezirk Leoben) zu einer Wanderung auf das Kaiserschild aufgebrochen. Gegen 21:00 Uhr setzten sie im Bereich des Rotriegels einen Notruf ab, nachdem sie aufgrund zunehmender Erschöpfung nicht mehr weiterkonnten. Einsatzkräfte der Bergrettung Eisenerz und der Alpinpolizei Hochsteiermark stiegen daraufhin zu der Familie auf. Kurz vor Mitternacht erreichte ein erster Rettungstrupp die Wanderer auf rund 1.860 Metern Seehöhe. Eine Bergrettungsärztin übernahm die medizinische Erstversorgung.

Schwierige Rettung

Ein zunächst geplanter gesicherter Abstieg musste kurz nach Mitternacht aufgrund des steilen Geländes, der Dunkelheit, des böigen Windes und der zunehmenden Erschöpfung der Familie abgebrochen werden. Auch eine Rettung mittels Hubschrauber gestaltete sich schwierig. Mehrere Landeversuche des Rettungshubschraubers mussten aufgrund starker Windböen abgebrochen werden. Die Einsatzkräfte verblieben daher gemeinsam mit der Familie am Berg. In weiterer Folge wurde versucht, zu Fuß in Richtung Sandgrube abzusteigen, um bei Tageslicht und besseren Wetterbedingungen eine Rettung mittels Hubschrauber zu ermöglichen. Der Einsatz ist Mittwochfrüh weiterhin im Gange.

Schladming: Orientierung verloren

Auch in Schladming (Bezirk Liezen) kam es Dienstagabend zu einem Bergrettungseinsatz. Ein 21-jähriger Israeli hatte bei einer Wanderung von der Planai-Bergstation in Richtung Riesachsee den Weg und schließlich die Orientierung verloren. Der Mann geriet in steiles, unwegsames Gelände und setzte gegen 21:40 Uhr einen Notruf ab. Einsatzkräfte der Bergrettung Schladming konnten seinen Standort auf rund 1.600 Metern Seehöhe bestimmen und erreichten ihn gegen 23:15 Uhr. Anschließend begleiteten sie den unverletzten Wanderer gesichert über felsiges Gelände ins Tal. Vier Bergretter und zwei Polizisten standen im Einsatz.

Admont: Jugendlicher von Planspitze gerettet

Bereits gegen 18:45 Uhr hatte ein Vater im Gemeindegebiet von Admont (Bezirk Liezen) einen Notruf abgesetzt. Sein 16-jähriger Sohn aus Deutschland hatte sich bei einer Wanderung im Gesäuse von seinen Eltern getrennt und seine ursprünglich geplante Route geändert. Der Jugendliche stieg auf die Planspitze und wollte anschließend in Richtung Kummerbrücke absteigen. Aufgrund der einsetzenden Dunkelheit und einer fehlenden Stirnlampe konnte er seinen Weg jedoch nicht mehr fortsetzen. Einsatzkräfte der Bergrettung Admont und der Alpinpolizei wurden alarmiert. Der Jugendliche konnte schließlich mit dem Notarzthubschrauber „Christophorus 14“ gerettet und seinen Eltern unverletzt übergeben werden.

 

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