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KS: Erfolg gegen Telefonbetrüger: „Kurier“ in Leoben festgenommen

Erfolg gegen Telefonbetrüger: „Kurier“ in Leoben festgenommen

Polizisten nahmen in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag einen 22-jährigen Tatverdächtigen fest. Er wollte eine 65-Jährige um mehrere tausend Euro betrügen, nachdem sich ein weiterer Tatverdächtiger am Telefon als Bankmitarbeiter ausgegeben hatte. 

Gegen 21:30 Uhr erstattete eine 65-Jährige Anzeige bei der Polizei. Sie gab an, dass sie einen Anruf eines vermeintlichen Mitarbeiters einer Bank erhalten habe. Die Täterschaft forderte die Herausgabe von mehreren tausend Euro Bargeld und vereinbarte eine Übergabe an der Wohnadresse der Frau für den späten Abend. Das Bargeld hätte ein Bankmitarbeiter abholen sollen, um dieses in einem Bankschließfach zu verwahren.

Aufgrund dieser Anzeige leiteten die Einsatzkräfte umgehend polizeiliche Maßnahmen ein. Mehrere Streifen sowie Zivilkräfte der Polizei positionierten sich im Nahbereich sowie im Mehrparteienhaus des Opfers. In den folgenden Stunden hielt die Täterschaft telefonischen Kontakt zum Opfer und verzögerte den Übergabezeitpunkt mehrfach, bis dieser schließlich auf etwa 00:15 Uhr festgesetzt wurde.

Festnahme im Stiegenhaus

Zu diesem Zeitpunkt erschien ein 22-jähriger Niederländer an der Wohnadresse und nahm in der Funktion eines „Kurier“ ein Kuvert mit vermeintlichem Bargeld entgegen. Unmittelbar nach der Übergabe erfolgte der Zugriff und die Festnahme durch die positionierten Zivilkräfte. Der 22-Jährige versuchte zwar, durch das Treppenhaus zu flüchten, Polizisten überwältigten ihn jedoch und nahmen ihn fest. Bei diesem Fluchtversuch verletzte der Tatverdächtige einen Beamten.

Vor dem Wohnhaus hielten uniformierte Streifen zudem einen Taxilenker an, welcher den 22-Jährigen von Wien nach Leoben chauffiert hatte. Der Lenker konnte glaubhaft machen, dass er keine Kenntnis von den kriminellen Absichten seines Fahrgastes gehabt habe.

Ermittlungen zu weiteren Taten

Im Zuge der ersten Einvernahmen wurde bekannt, dass die 65-Jährige bereits am Vortag, dem 27. Jänner 2026, Opfer derselben Täterschaft geworden sein dürfte. Dabei hätten die Tatverdächtigen unter derselben Vortäuschung bereits zwei Bankomatkarten der Frau erlangt. Ob mit diesen Karten bereits unrechtmäßige Behebungen oder Überweisungen getätigt wurden, ist Gegenstand laufender Erhebungen.

Der festgenommene 22-Jährige verweigerte bei seiner Einvernahme die Aussage. Er wird über Anordnung der Staatsanwaltschaft in die Justizanstalt eingeliefert. Die Ermittlungen zur Identität der „Hintermänner“ beziehungsweise des Anrufers dauern an. 

Präventionstipps der Polizei

Da Betrugsmaschen dieser Art (falsche Bankmitarbeiter oder falsche Polizisten) derzeit wieder vermehrt auftreten, rät die Polizei zu besonderer Vorsicht:

  • Keine Geldübergabe an Unbekannte: Banken, Behörden oder die Polizei würden niemals telefonisch die Herausgabe von Bargeld, Schmuck oder Bankomatkarten fordern oder Boten zur Abholung schicken.
  • Gesundes Misstrauen: Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie im Zweifelsfall sofort auf.
  • Rückversicherung: Kontaktieren Sie bei verdächtigen Anrufen Ihre Hausbank über die Ihnen bekannte offizielle Telefonnummer oder wählen Sie den Notruf der Polizei (133).
  • Keine sensiblen Daten: Geben Sie niemals PIN-Codes oder Informationen zu Ihren finanziellen Verhältnissen am Telefon preis.

 

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Erweiterung der Robotik-Ausbildung durch modernen Cobot

Die HTL Zeltweg/Trieben setzt einen weiteren wichtigen Schritt in der praxisnahen Ausbildung im Bereich Robotik und Smart Engineering. Dank der Unterstützung unseres Kuratoriumspartners, der Firma Zeman Bauelemente, a Div. of Lincoln Electric Company, steht den Schülerinnen und Schülern ab sofort ein moderner kollaborativer Roboter, ein sogenannter Cobot, für den Unterricht zur Verfügung. Mit dieser Erweiterung werden die bestehenden Robotik-Kompetenzen gezielt ausgebaut und um einen zentralen Zukunftsbereich ergänzt: die Mensch-Roboter-Kollaboration.

Cobots unterscheiden sich von klassischen Industrierobotern dadurch, dass sie sicher und direkt mit Menschen zusammenarbeiten können. Diese Technologie gewinnt in modernen Produktions- und Automatisierungsumgebungen zunehmend an Bedeutung. Durch den Einsatz des Cobots im Laborunterricht erhalten die Schülerinnen und Schüler der HTL Zeltweg/Trieben die Möglichkeit, genau jene Fähigkeiten zu erlernen, die in der Industrie von morgen, aber auch schon heute, gefragt sind.

Im Rahmen des Laborunterrichts werden mit dem neuen Roboter unterschiedliche praxisnahe Übungen durchgeführt. Dazu zählen unter anderem das sichere Einrichten und Programmieren des Cobots, die Planung kollaborativer Arbeitsabläufe sowie das Verständnis von Sicherheitskonzepten und Sensorik. Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei nicht nur die technische Funktionsweise kennen, sondern auch, wie Mensch und Maschine effizient und verantwortungsvoll zusammenarbeiten können.

Übergeben wurde der Cobot von Gregor Uher, Daniel Egger und Philipp Sattler von der Firma Zeman Bauelemente, a Div. of Lincoln Electric Company. Seitens der HTL Zeltweg/Trieben bedanken sich recht herzlich Jürgen Schiffer und Harald Harreiter für die Bereitstellung des Cobots und die damit verbundene Unterstützung. Solche Kooperationen leisten einen wesentlichen Beitrag zur hochwertigen, zukunftsorientierten und realitätsnahen technischen Ausbildung und stärken die Verbindung zwischen Schule und Industrie nachhaltig. Mit dem Einsatz des Cobots wird das Ausbildungsangebot im Bereich Robotik und Smart Engineering weiter geschärft. Die Schülerinnen und Schüler profitieren von modernen Lernbedingungen und erwerben Kompetenzen, die sie optimal auf zukünftige Anforderungen vorbereiten.

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